Protokoll

der 4. Nordkonferenz in der Pilgerherberge ‚Alte Lateinschule‘

Traben-Trarbach am 18.04.2015 (Beginn 14:00 Uhr; Ende 16:30 Uhr)

 

Da das Wetter sehr schön war, verlegten wir die 4. Nordkonferenz kurzerhand nach draußen in den Garten. Herbergsmutter Ulrike Böcking versorgte uns  mit Kaffee, Wasser und zwei selbstgebackenen Tarte de Santiago. Dafür nochmals einen herzlichen Dank!

Nach einer kurzen Begrüßung von Michael Kaiser (Vizepräsident der Jakobus­gesellschaft Rheinland-Pfalz-Saarland) trug dieser einen kurzen Besinnungstext vor.

Eine Vorstellungsrunde der Teilnehmer entfiel, da sich alle Teilnehmer kennen.

 

·           Da einige Pilger- und Jakobswege (Eifel-Camino, Hunsrücker Jakobsweg, Ja­kobs­weg von Köln/Bonn, Mosel-Camino) in Trier enden, ist man einhellig der Meinung, dass man den ankommenden Pilgern am Ziel in St. Matthias eine Pil­gerurkunde aushändigen sollte. Hierzu wurde den Teilnehmern ein gedruck­­ter Vor­schlag vorgelegt und von diesen für gut befunden.

Leider wird dieses Vorhaben von St. Matthias weiterhin nicht unterstützt und umgesetzt.

Deshalb wurde folgendes Angebot beschlossen: Pilger können einen Scan oder ein Photo ihres abgeschlossenen Pilgerausweises an Michael Kaiser senden. Dieser verschickt dann im Gegenzug den Pilgern die Urkunde.

 

·           Die Herbergslage auf den von uns allen betreuten Jakobswegen wurde besprochen. Auf dem Mosel-Camino hat sich die Situation etwas ge­bes­sert (Privatquartiere in Alken/Oberfell). Der Linksrheinische Jakobsweg hat in seinem Pilgerführer Unterkünfte für Pilger aufgeführt.

 

·           Da in Trier mehrere Jakobswege zusammen kommen, wurde besprochen, ob und inwieweit diese auf einem gemein­sa­men Weg nach St. Matthias zusammengeführt werden können.

Ergebnis: Es soll zwei markierte Wege dorthin geben:

a)     weiterhin ein direkter Weg an der Mosel entlang, weil für viele Pilger ins­besondere St. Matthias das Ziel ihres Weges ist.

b)     außerdem ein Weg durch die Innenstadt (Porta Nigra > Dom > Dom-Information, wo man u. a. einen Pilgerstempel und Infos zu Übernach­tungs­­­möglichkeiten erhält).

Da Heinz-Günter Haberkamp über das Projekt Hunsrücker Jakobsweg auch die die Mar­kie­rungsgenehmigung für die Route vom Dom nach St. Matthias hat, wird er - in Absprache mit der Stadt Trier - für die ent­spre­chende Beschilderung sorgen.

Wolfgang Welter kümmert sich danach - ebenfalls in Absprache mit der Stadt Trier - um den ‚Zubringer‘ von der Kaiser-Wilhelm-Brücke zu Porta Nigra.

 

·           Aus gegebenem Anlass: Das eigenmächtige Anlegen von Alternativ-Rou­ten zu bereits vorhandenen Pilgerwegen ist nicht nur nicht gewollt, son­dern auch nicht legal: Zum Beschildern von Wegestrecken bedarf es einer Genehmigung durch die SGD Nord (Koblenz), der wiederum ver­schie­de­ne Anfragen, Genehmigungen und Absprachen vor Ort voraus­gegangen sein müssen.

Autoren von Pilgerführern ist es in eigener Verantwortung unbenommen, auf Wege-Alternativen zu verweisen. Pilger können diese auch nutzen. Allerdings sollte klar sein, dass diese Strecken nicht als Jakobs-/Pilgerweg markiert sind.

Im konkreten Fall bleibt der Mosel-Camino zwischen Marienburg und Tra­ben-Trarbach auf seiner ursprünglichen Route. Diese ist zwar anstren­gen­der als die vorgeschlagene Moselsteig-Alternative über Reil und Burg; in Zell-Kaimt befindet sich allerdings die (geöffnete) Pfarrkirche St. Jakobus (mit kulturhistorisch wertvollem Jakobus-Schlussstein)…

Ein ähnliches Problem ergibt sich auf dem Lahn Camino auf der Etappe von  Nassau nach Bad Ems. Auch dort wird eine Alternativ-Route emp­foh­len, welche nicht der im Buch von Ka-Jo Schäfer  beschriebenen Route entspricht. Auch dort muss bei Umlegung dieser Etappe das Einverständnis der SGD Nord eingeholt werden.

 

·         Für den Jakobsweg von Köln/Bonn nach Trier fühlt sich nach dem jetzigen Kennt­nisstand niemand richtig zuständig. Franz Blaeser (Jakobus-Gesell­schaft RLP-Saarland) und Frau Judth Mies (WegeCheck-Koordi­na­to­rin der SJB Trier) hat sich mit Frau Carolin Alt (studentische Hilfskraft beim LVR-Projekt ‚Wege der Jakobspilger im Rheinland‘) in Verbindung gesetzt, um diesbezüglich Klarheit zu schaffen.

Es gibt wohl auf diesem Weg Wegepaten, die sich um einzelne Weg­ab­schnitte kümmern und diese in Schuss halten sollen. In der Realität aber gibt es häufig Klagen über fehlende Beschilderung und unklare Wegefüh­rung.

 

·         Hinweis auf das Projekt „Ökumenischer Pilgerweg für Klimagerechtigkeit“ zur Weltklimakonferenz 2015 in Paris, das auch unsere Region betrifft. Ein­zelheiten dazu unter: http://www.klimapilgern.de/etappen/remagen-perl/

 

·         Anstehende Pilgertermine für das Jahr 2015 können bei den einzelnen Bru­derschaften und St.-Jakobsgesellschaften auf deren Internetseiten nach­ge­lesen werden.

 

·         Die 5. Nordkonferenz wird am 23.4.2016 in Trier (Bischöfliche Förderschule St. Josef) stattfinden. Bitte Termin schon mal eintragen; eine gesonderte Einladung folgt rechtzeitig.

 

Mein persönliches Gesamtresümee für diesen Tag:

Unter dem Motto ‚Pilgern verbindet‘ ist festigt sich die familiäre Gemeinschaft immer mehr - zum Wohle aller Pilger auf unseren Wegen.

Ich freue mich darauf, euch bald wieder gesund wiederzusehen.

Ultreia y Buen Camino

Euer Michael

 

Aufstellung der Seiten im Internet aller Teilnehmer:

*      St. Matthias Bruderschaft Mayen: http://www.smb-mayen.de/

*      St. Jakobusbruderschaft Trier: http://sjb-trier.de/

*      St. Jakobusgesellschaft RLPS: http://www.jakobusgesellschaft.eu/

*      Pilgerherberge Pilgerschnecke: http://refugiozurpilgerschnecke.jimdo.com/

*      Pilgerherberge Alte Lateinschule: http://www.altelateinschule.com/

*      Wallfahrtskirche Bleidenberg: http://moselcamino-bleidenberg.blogspot.de/

*      Mosel-Camino: http://www.mosel-camino.info/

*      Eifel-Camino: http://www.eifel-camino.info/

*      Eifel Camino : http://www.eifelcamino.de/

*      Linksrheinischer Jakobsweg: http://www.linksrheinischer-jakobsweg.info/

*      Kombination von Wegemarkierung und Artenschutz: http://artenschutzundwegemarkierung.blogspot.de/ http://wegemarkierungundartenschutz.meinejakobswege.de/index.html

 

Viele der Teilnehmer sind auch über ‚soziale Medien‘, v. a. Facebook-Gruppen, miteinander und mit anderen Pilgerfreunden vernetzt. Auch dort werden neue Termine öffentlich gemacht.