Camino Invierno

Als Pilger alleine unterwegs

Am 31.10.2014 ging es mit Ryanair nach Santiago de Compostela. Landung im Dauerregen.

Mein Zimmer im Hospitario de San Martin Pinario war schon reserviert. Am nächsten Morgen ging es mit Alsa  nach Ponferrada wo der Startpunkt für den C. Invierno liegt. In der Herberge Nicolaus de Flue habe ich mit ca. 80 Pilgern übernachtet.  Fünf der Pilger nahmen an einem Pilgergottesdienst mit anschließendem Pilgersegen teil. Da wir unterschiedlicher Nationalität waren durfte jeder Pilger das Vater unser in seiner eigenen Sprache  vortragen. Das war schon sehr ergreifend. Am nächsten Morgen gingen 79 der Pilger den C. Frances und ein Pilger den C. Invierno.



Das Wetter an den ersten beiden Tagen war einigermaßen trocken. Danach ging s im Dauerregen weiter. Ich hatte grosse Mühe meine Kleidung trocken zu bekommen.

Mein Weg ging über Las Medulas und Barco de Valdeorras. Danach überquerte ich die Grenze zu Galizien. Dort ging es im Dauerregen weiter. Ich konnte jeden Tag in einem Hostal übernachten, da es bis A Laxe keine Herberge gab. Zwischendurch galt es nach  Penasillás auf den 1100 m hohen Ermita de Nuestra Señora de O Faro zu steigen. Da fragte ich mich warum mache ich das hier. Dank des Nebels hatte ich auch keine Fernsicht. In A Laxe traf ich auch die ersten Pilger wieder welche vom Camino Sanabre hier her kamen. Nach A Laxe ging es im Dauerregen weiter. Da einige Wege durch den Dauerregen unpassierbar geworden waren entschloss ich mich an diesem Tag die 41 km bis nach Santiago an der Strasse entlang zu laufen. Es war eine Tortur. Abends um 17:00 Uhr erreichte ich klatschnass Santiago und gönnte mir erstmal lange eine heiße Dusche im Hospitario. Im gesamten war ich je nach Pilgerführer ca 310 km unterwegs und hatte ca. 10700 Höhenmeter zu überwinden.

Trotz des Dauerregens ist es ein Weg der einem in der Einsamkeit den Kopf frei macht und einem zeigt das man mit wenigem zufrieden sein kann.

In der Pilgermesse in Santiago wurde das Butafumeiro geschwenkt. Es war für mich der krönende Abschluss einer unvergesslichen Pilgerreise zu mir selbst.

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Ultreia y Buen Camino

Michael

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