Insektenhotels am Jakobsweg

Kombination von Wegmarkierung und Artenschutz auf den Jakobswegen Europas und Mosel-Caminos

Infos unter: http://wegemarkierungundartenschutz.meinejakobswege.de/

weitere Infos unter http://artenschutzundwegemarkierung.blogspot.de/ und  unter http://www.manololink.com/4.html

Herberge: Nos Repos in Augy-sur-Aubois (2 Stationen nach Nevers)René Heinrichs (rechts) Herbergs-Vater 

Herberge von Padre Ernesto in Güemes (vor Santander)

 

Bauplan für Vogel-Nistkästen

Vogel-Nistkasten
Model: Wilhem Diestel, 23717 Kasseedorf, Sagauer Str. 19

Folgende Holzzuschnitte (aus ungehobelten Schalholzbrettern) werden benötigt:

Dach: 25 x 20 cm
Rechte Seite, linke Seite und Rückseite: 25 x 15 cm
Vorderseite: 27 x (15 cm – 2xHolz-Dicke + - 0,5 cm)
Boden: (15 cm – 1xHolz-Dicke) x (15 cm – 2xHolz-Dicke)

Ist das Schalholzmaterial 2,2 cm dick, so ergeben sich folgende Werte für
Die Vorderseite: 27 x 10,1 (15 cm – 2,2, -2,2, -0,5cm) cm
Den Boden: 12,8 x 10,6 cm

Skizze des Bodens:

Die Skizzen sind in Bearbeitung und folgen nach.

Beide Seiten (blau) und die Rückwand (grün) sind also gleich groß, weshalb das Dach auch kein „Gefälle“ hat. Auf dem Dach kann noch eine Nistgelegenheit für eine Amsel geschaffen werden.

Vor diesem Hintergrund habe ich sowohl das Dach als auch die Rückwand aus einer Siebdruckplatte angefertigt, damit ich diese beiden Flächen nicht – wie von Herrn Diestel praktiziert – mit einer 1mm starken Teichfolie gegen Nässe schützen muss. Meine Änderung ist aber mit Mehrkosten verbunden.

Skizze von oben – dem Dach – aus betrachtet:

Skizze von vorn betrachtet:

Das Dach steht an beiden Seiten und vorn über; die Vorderwand ist nach unten ca. 2 cm länger, damit der Nistkasten einfach gereinigt werden kann. Oben und unten werden zwei Edelstahlnägel in vorher angefertigte Bohrlöcher eingesteckt, wobei unten eigentlich ein Edelstahlnagel reicht.



Bauplan für Fledermauskästen

Material: Siebdruckplatte 20 mm dick

Wir benötigen folgende Einzelteile:

L x B
1. Rückwand: 40 x 25

2. Vorderwand: 33 x 25

3. Dach: 10 x 29

4. 2 Seiten: 33,5 x 4,2 unten und 2,0 oben

5. Einflug: 21 x 2

6. Befestigung: 70 x 4

Bis auf die 2 Seiten und den Einflugbereich bekommen wir alle anderen Teile im Baumarkt zugeschnitten. Die 2 Seiten lasse ich mir 6,3 x 33,5 cm zuschneiden und schneide dieses Teil dann mit meiner Tischkreissäge diagonal auf 33,5 x 4,2 unten und 2,0 oben zu.
Der Einflugbereich ist der Dicke der Siebdruckplatte anzupassen. (Bspl.: Dicke 20mm; dann sind die beiden Seitendicken von 20mm von der Breite der Vorderwand von 25 cm abzuziehen, also 21 cm lang. Sind die Siebdruckplatten 15 mm dick, so hat der Einflugbereich eine Länge von 22 cm (25 cm minus zweimal 15mm).

Zunächst sind in den inneren Bereich der Rückwand ca. 40 ca. 5 mm tiefe Säge-schnitte einzusägen, damit sich die Fledermäuse an diesen Einschnitten festhalten und empor klettern können.

Dann sind die beiden Seiten zuzuschneiden und auf die innere Rückwand mit einem Spezialkleber festzukleben und anschließend noch mit jeweils 3 rostfreien Schrauben auf jeder Seite festzuschrauben.

Der Einflugbereich ist unten auf die Vorderwand so festzukleben, dass an beiden Sei-ten jeweils die Dicke der Siebdruckplatte frei ist (hier kommen die beiden Seitenwän-de hin!!).

Dann werden Vorderwand (mit Einflugbereich) und Rückwand (mit den beiden Sei-ten) zusammengefügt (verklebt und verschraubt).

Bevor das Dach und die Rückwandbefestigung angebracht werden (Kleber und Schrauben), schneide ich mit meiner Tischkreissäge oben ca. 45 ° eine Schräge rein, auf die das Dach verleimt und geschraubt wird.

Dann ist nur noch die Rückwandbefestigung anzubringen, in die vorher oben und unten zur Befestigung ein Loch eingebohrt wird (Dicke der verwendeten Alu-Nägel – wenn die Befestigung an einem Baum erfolgt – sonst eine feuerverzinkte Schraube oder eine Edelstahlschraube).

Siebdruckplatten sind wasserfest!!

Die Fledermauskästen müssen nicht gewartet werden, da der Kot einfach nach unten fällt!

Die größeren Fledermäuse (z.B. großer Abendsegler) „kampieren“ unten und die kleineren klettern nach oben.

Karl-Heinz Jung, Jänickestraße 85c, 14167 Berlin

 


Bauplan für ein Insekten-Hotel



Bau eines Insekten-Hotels (Prototyp 7x7 er Balken)

Wir benötigen an Meterial:
4 Balken 1,80 Meter lang 7 x 7 cm
2 Einschlaghülsen 7 x 7 cm
1 Alu-Dach-Abdeckung (Globus) 1 Meter lang
8 bis 11 Vertäfelungsbretter auf 0,85m Länge schneiden
150er bis 180er Schrauben
3 Poroton-Steine (11 hoch, 7 tief und 24cm breit)
2 Baumscheiben (ungefähr 28 cm im Durchmesser); 8er und 10er Löcher rein bohren.
Korken; Wurzeltücher (Sackgewebe); Apfelsinenverpackung; Zwiebelverpackung

Wir benötigen an Werkzeugen:
Fäustel zum einschlagen der feuerverzinkten Bodenhülsen
6er Holzbohrer
Bohrschrauber
Hammer
Vorbohrer
Keile; versch. Schrauben;

Vorgehensweise:
1. 1 Balken so schneiden, dass sich 2 Balken á 0,72 Meter ergeben
2. 1 Balken so schneiden, dass sich 1 Balken á 0,72 Meter und 1 Balken á 0,98 Meter ergibt.
3. Einschlaghülsen so einschlagen, dass zwischen den inneren Rändern genau 0,72 Meter ist.
4. In die senkrechten Balken bereits die drei Löcher für die Innenbalken bohren.
5. Die beiden senkrechten Balken (1,80 Meter) in die Hülsen stellen und mit Keilen ausrichten
6. Die drei Innenbalken (0,72 Meter) horizontal einpassen und festschrauben.
7. Den Dachbalken (vorher 2 Löcher vorbohren) oben aufsetzen und festschrauben. Nun steht die Grundkonstruktion.
8. Die Rückseite mit Nut- und Federbrettern schließen und mit Dachpappe oder einer feuerverzinkten Platte wetterfest machen.
9. Nun das gesamte Konstrukt mit zwei Balken (7 x 7 cm) quer nach hinten befestigen.
10. Die Innenräume nun nach eigenem Wunsch „gestalten“.


Befestigung des gesamten Konstrukts nach hinten:

Durch das Befestigen weiterer Balken auf die Grundkonstruktion erhalten wir einen doppelt so großen Innenraum für die Überwinterung z.B. der Haselmaus.

Innenraum-Gestaltung:
Die Backsteine (mit möglichst vielen Löchern) haben ungefähr die Tiefe der verwendeten Balken. Deshalb die Steine mit Selikon im Innenraum fixieren. Hinter den Backsteinen haben dann Insekten einen Überwinterungsschutz.
Die großen Holzscheiben bitte auf eine Dicke (Tiefe) von ca. 9 cm schneiden und möglichst viele Löcher (6 mm) einbohren. Die Holzscheiben dann mit Selikon befestigen.
Hinter die Holzscheiben und die Backsteine etwas Nistmaterial einbringen.
Die verbleibenden Zwischenräume mit Rundholz sowie Zwiebel-, Kartoffel- oder Apfelsinensäckchen auffüllen sowie nach vorn mit etwas Draht befestigen.



 

Auch auf Hauswände kann ein Insekten-Hotel angebracht werden.

Helfen wir der Natur, hilft uns die Natur, in dem sie uns von Schädlingen befreit.


So befreit die unscheinbare Florfliege während ihrer zweiwöchigen Entwicklungsphase unseren Garten von Blattläusen, Milben, kleinen Raupen etc. Sie vertilgen in dieser Zeit 450 bis 500 Blattläuse oder 12.000 Milbeneier.
Alle Bewohner des Insekten-Hotels sind absolut friedlich und harmlos; sie sind im Garten willkommen zur Bestäubung, aber auch zur Schädlingsbekämpfung.
Die Fa. Schwegler (www.schwegler-natur.de) bietet ein umfangreiches Programm an Nisthilfen für unsere Gärten an. So vertilgt z.B. ein Meisenpaar mit seinen Nachkommen pro Jahr etwa 70.000 Raupen und 20 Millionen Insekten. Igel ernähren sich ausschließlich von Schnecken, Raupen, Tausendfüßlern etc. und die Fledermäuse befreien uns von Insekten, die ausschließlich nachts fliegen und daher für die meisten Vögel nicht erreichbar sind. Eine einzige Fledermaus vertilgt während eines Sommers 0,5 bis 1 kg Insekten, was einer viertel- bis halben Million Stechmücken, Nachtinsekten etc. entspricht.

Wenn viele kleine Menschen an vielen kleinen Orten viele kleine Dinge tun, wird sich das Gesicht der Welt positiv verändern. Fangen wir bei uns selbst an! Andere werden folgen! – auch die träge Politik!


weitergehende Informationen erhalten Sie über die Webseiten www.schwegler-natur.de und www.pala-verlag.de