Camino del Norte

Eine facettenreiche Pilgerreise von Irun nach Santiago de Compostella

vom 04.08.2012 bis 06.09.2012

   

Meine vierte Pilgerreise begann ich in Irun im Baskenland. Es ging dann für die 860 km in 29 Pilgertagen weiter über Kantabrien, Asturien nach Santiago in Galizien. Der Tagesdurchschnitt lag bei nur einem Regentag bei 28 km. Bis Bilbao war die Strecke vom Höhenprofil anspruchsvoll. Danach ging es auf welligen und flachen Gelände weiter.Ab Bilbao pilgerte ich mit meinem Pilgerbruder Udo nach Santiago.  Dadurch dass ca. zwei Drittel der Strecke an der Nordküste Spaniens entlang gingen, war sie vom Empfinden sehr kontrastreich.

Einsame Wegstrecken wechselten sich mit überfüllten Touristengebieten ab. Das ist halt so wenn man im August pilgert. Die Pilgerherbergen war fast immer voll, obwohl man unterwegs kaum einen Pilger zu Gesicht bekam. Außer einem Regentag hatte ich mit dem Wetter wieder einmal richtig Glück. Viermal konnte ich von der Herberge aus ins kühle Nass des Atlantiks springen.

Auch die Begegnungen mit den Pilgern aus allen Herren Ländern wie z.B. Kanada, Japan, Neuseeland und aus fast ganz Europa waren wieder sehr intensiv und informativ. Sprachliche Probleme gab es fast keine und die Hilfsbereitschaft der Pilger untereinander grenzenlos. In Santander sowie im Kloster von Sobrado dos Monxes konnte ich einer Messe beiwohnen, sonst waren fast alle Kirchen verschlossen.

 In Santiago angekommen ging es zuerst zum Pilgerbüro , wo ich meine  Pilgerurkunde ( Compostella ) bekam und danach in die Pilgermesse um meine Pilgerreise abzuschließen. Dafür ist es auch notwendig den Heiligen Jakobus zu umarmen und an seinem Sarkophag vorbei zugehen. Auch diesmal wurde wieder das Weihrauchfass ( Butafumeiro ) geschwenkt. Alles in allem war es wieder eine sehr schöne Pilgerreise.

Ultreia y Buen Camino

Michael