Reisetagebuch

Hier eine  Flash-Grafik von Focus - Online  

welche die Etappen des Camino Frances anzeigt.

0. Tag

31.03.10

Anreise nach St.Jean Piet de Port

1. Tag

01.04.10

St.Jean Piet de Port - Roncesvalles

27,0 km

2. Tag

02.04.10

Roncesvalles – Trinidad de Arre

38,0 km

3. Tag

03.04.10

Trinidad de Arre – Puente la Reina

28,0 km

4. Tag

04.04.10

Puente la Reina - Estella

24,0 km

5. Tag

05.04.10

Estella - Torres del Rio

30,0 km

6. Tag

06.04.10

Torres del Rio - Logrono

20,5 km

7. Tag

07.04.10

Logrono - Najera

30,7 km

8. Tag

08.04.10

Najera-Granon

28,0km

9. Tag

09.04.10

Granon – Villafranca Montes de Orca

27,0 km

10.Tag

10.04.10

Villafranca Montes de Orca - Burgos

38,0 km

11.Tag

11.04.10

Burgos - Hontanas

31,0 km

12.Tag

12.04.10

Hontanas-Boadilla del Camino

26,0 km

13.Tag

13.04.10

Boadilla del Camino-Carrion de los Condes

26,3 km

14.Tag

14.04.10

Carrion de los Condes-Terradillos de los Templarios

26,3 km

15.Tag

15.04.10

Terradillos de los Templarios-Bercianos del Real

23,0km

16Tag

16.04.10

Bercianos del Real Camino – Mansilla de las Mulas

27,0 km

17.Tag

17.04.10

Mansilla de las Mulas – Virgen del Camino

26,0 km

18.Tag

18.04.10

Virgen del Camino - Hospital de Orbigo

25,0 km

19.Tag

19.04.10

Hospital de Orbigo – Santa Catalina de Somoza

25,0 km

20.Tag

20.04.10

Santa Catalina de Somoza – Riego de Ambros

31,0 km

21.Tag

21.04.10

Riego de Ambros - Cacabelos

28,0 km

22.Tag

22.04.10

Cacabelos - Ruitilan

26,0 km

23.Tag

23.04.10

Ruitilan - Tricastella

31,0 km

24.Tag

24.04.10

Tricastella - Sarria

19,0 km

25.Tag

25.04.10

Sarria - Portemarin

23,0 km

26.Tag

26.04.10

Portemarin – Palas de Rei

27,0 km

27.Tag

27.04.10

Palas de Rei - Arzua

28,0 km

28.Tag

28.04.10

Arzua - Labacolla

29,0 km

29.Tag

29.04.10

Labacolla - Santiago de Compostella

11,0 km

30.Tag

30.04.10

Santiago de Compostella

0.0 km

31.Tag

01.05.10

Santiago de Compostella - Neigreira

22,0 km

32.Tag 02.05.10 Negreira-Olveiroa 33,0 km
33.Tag 03.05.10 Olveiroa – Finisterra 32,0 km
34.Tag 04.05.10 Finisterra – Muxia 31,0 km
35.Tag 05.05.10 Muxia – Santiago – Flughafen Hahn

 

Um 00.57 beehrte ich die Deutsche Bundesbahn mit meiner Anwesenheit. Ich dachte schon die Bahn würde mir vertrauen, aber kurz vor Düsseldorf kam doch ein Schaffner zu mir und wollte meine Fahrkarte sehen. Ich hatte aber alles zu Hause richtig gemacht. Am Flughafen angekommen bin ich in einen Shuttlebus gestiegen, welcher mich zum Terminal B gebracht hat. Nach längerem Sitzen entdeckte ich drei weitere Pilger, die sich zu mir gesellten. Zwei davon wollen in Pamplona starten und Herbert mit mir in St.Jean Piet de Port. Bin eigentlich ziemlich müde und würde am liebsten wie Teddy ( meine Katze ) alle vier Pfoten nach oben strecken. Aber der Kaffee hält mich wach. Endlich ist es soweit. Es wird mit dem Boarding begonnen und wir können einsteigen. Der Flieger wird nicht ganz voll, sodass ich eine ganze Sitzreihe für mich alleine habe. Zum Frühstück gibt’s Sandwiches und Kaffee. Meine Gedanken hängen am Rucksack. Haben sie den in das richtige Flugzeug eingepackt und bekomm ich ihn am Gepäckband wieder. Nach der Landung in Bilbao sofort zum Gepäckband und wen sehe ich da, meinen Rucksack. Also alle gedankliche Aufregung war umsonst. Wir sind dann zum Bus gelaufen, welcher uns zur Termibus Station gebracht hat. Da noch etwas Zeit war, bis der Bus kam, sind wir erst mal was essen und trinken gegangen.Mit dem Alsabus sind wir dann bis nach Hendaye, also eine Station weiter als Irun gefahren. Und von dort aus bis nach Bayonne.

 

Bahnhof von Bayonne

Erste Pause nach der Zugfahrt

 

Es lohnt sich wirklich die Karten zu Hause im Internet zu kaufen. Jetzt am Schalter sind sie drei Euro teurer. Es hat alles so geklappt, wie ich es geplant habe.

In SJPDP haben wir uns sofort im Pilgerbüro gemeldet und dort unseren ersten Pilgerstempel sowie weitere Instruktionen für die erste Etappe erhalten. So erfuhren wir dass die Route Napoleon noch gegangen werden kann. Direkt neben dem Pilgerbüro fanden wir unsere erste Herberge. Wir das sind Herbert, Sepp und Christian. Wir wollen die erste Etappe zusammen über die Pyrenäen laufen. Inklusive Frühstück kostet die Herberge uns 12 Euro. Abends fängt es an zu regnen und wir beschließen eine Pizza zu essen. In der Herberge schlafen noch 2 Australier und ein Engländer. Die Nacht habe ich gut verbracht, braucht auch nicht im Schlafsack zu schlafen.

 

Durch dieses Tor verlassen wir morgen SJPDP

1. Tag

01.04.10

St.Jean Piet de Port - Roncesvalles

27,0 km

Erster Pilgertag nach Roncesvalles. Wir gehen in der morgendlichen Dämmerung los.

Und wir gehen die Route Napoleon welche 25 km lang ist, landschaftlich wunderschön aber sehr beschwerlich. SJPDP liegt auf einer Höhe von 180 m.

 

 

Der nächste Ort Huntto erreichen wir nach 5 km auf einer Höhe von 490 m. Nach weiteren 3 km sind wir bereits auf 800 m und kommen zur Herberge Orisson wo wir uns den zweiten Stempel holen und einen Kaffee trinken

 

 

Es liegt Schnee hier oben. Ich hätte mit meinen Pilgerkameraden wetten sollen.

 

Hinter dem Rolandsbrunnen überqueren wir auch die Grenze von Frankreich nach Spanien.

Anstatt den steilen Hohlweg hinunter zum Kloster zu gehen, entscheiden wir uns die Landstraße hinunter zu nehmen, da der Weg zu durch den Schnee zu glitschig ist. Die Straße erscheint uns da das kleiner Übel zu sein da diese auch noch mit viel Schnee bedeckt ist.

Auf der Passhöhe des Ibanetpasses (1057 m) kommen wir an einem Denkmal für den hier gefallenen Helden Roland vorbei.

In Roncesvalles habe ich mich zuerst mal in der Klosterherberge eingecheckt. Die Herberge verfügt über 120 Betten und einigermaßen sauberen Nasszellen.

Die Nacht war eigentlich sehr angenehm. Hätte nicht gedacht, dass ich unter den Gegebenen umständen so gut geschlafen habe.

Riesengroßer Schlafsaal

Mein Pilgermenü habe ich in einem Restaurant vorbestellt, da ich nach dem Duschen in die Pilgermesse gegangen bin. Dort wurden die Pilger erwähnt, welche in SJPDP begonnen haben. Auch einen Pilgersegen habe ich dort bekommen. Das Pilgermenü bestand aus einer Suppe und einer Forelle  für 9 Euro.

2. Tag

02.04.10

Roncesvalles – Trinidad de Arre

38,0 km

 

Bin heute Morgen um 06.30 Uhr aufgestanden. Habe meine sieben Sachen zusammengepackt, meine Stirnleuchte angezogen und bin mit einem Pulk von Spaniern losgezogen. So gegen neun Uhr habe ich in einer kleinen Bar ein Käsebaguet mit einem Café con leche gefuttert. Hatte richtig guten Hunger. Nach dem Frühstück bin ich erst mal über Zubiri bis nach Larrasoana gelaufen. 

Das Lied “ Der Weg ist steinig und schwer“  bekommt hier auf dem Teilstück eine besondere Bedeutung. Es geht manchmal sehr steil über viel Geröll bergab. Da das Wetter aber so schön war, bin ich bis Trinidad de Arre weitergelaufen. Und das schon am zweiten Tag. Na ja bis jetzt hat sich erst eine kleine Blase an der Ferse gezeigt, die ich aufgestochen und abgeklebt habe.

 

 

Bin dann auch nach 38 km in der Klosterherberge von Trinidad de Arre untergekommen. Der Herbergsvater führte mich, um zum Schlafsaal zukommen, zuerst durch die Kirche. Die Duschen sind schön warm aber der Schlafsaal kühl. Habe heute das erste Mal gewaschen und die Wäsche im Klostergarten auf gehangen. 

Da ich keine Lust hatte Essen zu gehen habe ich mir eine Tüte Spaghetti Carbonara warm gemacht und gegessen. Im Dorf war ich noch eine Flasche Wasser kaufen. Die Wäsche war als ich ins Bett wollte schon  trocken, dank der Sonne. Hier in der Herberge habe ich Pilger aus Frankreich, Neuseeland, Spanien und Engländer getroffen

 

3. Tag

03.04.10

Trinidad de Arre – Puente la Reina

28,0 km

 

Heute Morgen, nach einer ruhigen Nacht bin ich erst um 06.30 Uhr aufgestanden und so gegen 7.00 Uhr bei schönem Wetter losgegangen. Zuerst ging es durch Pamplona durch.

 

Rathaus von Pamplona

Kreuz eines auf dem Weg verstorbenen Pilgers. 

Danach  über Cizur Menor zum Alto del Perdon. Hier fing es auch an zu regen. Der Aufstieg über den lehmigen Feldweg, vielleicht auch weil er nass war, war die reinste Quälerei. Auf dem Bergrücken sind 40 Windräder aufgestellt worden. Oben auf dem Alto del Perdon angekommen sieht man die große Pilgerkarawanenskulptur.

Pilgerkarawanenskulptur der Jakobsfreunde Navarras 1996

 

Sehr anstrengender Abstieg. Viele Pilger ruinierten hier ihre Knie.

 

Nach einem anstrengenden Abstieg erreichte ich Obanos wo sich die beiden Wege vom Somportpass und dem von SJPDP vereinigen. Wenn man möchte, kann man einen kleinen Umweg zur achteckigen Wallfahrtskirche Iglesia de Santa Maria de Eunate mache

Ich ging aber weiter bis nach Puente la Reina. Am Ortseingang fand ich das Hotel Jakue und buchte  ein Einzelzimmer mit Dusche und  TV. War sehr erholsam.

 

4. Tag

04.04.10

Puente la Reina - Estella

24,0 km

Nach einer sehr schönen Nacht im Hostal habe ich noch gefrühstückt und dann bei Sonnenschein über die Brücke der Königin die Stadt verlassen.

 

Wie immer geht auch hier der Weg immer mal wieder bergauf und bergab. Heute gönne ich meinen Füssen die nur 22 km bis Estella.

Unterwegs rief mich Mario an. Er ist einen Tag später als ich gestartet und hat mich hier heute eingeholt.
Mario hat mich eingeholt Bin wieder meinen Rucksack am aufladen
Einer unserer Wegweiser
Auch dies ein sehr schöner Wegweiser Ein traumhaft schöner Weg

5. Tag

05.04.10

Estella - Torres del Rio

30,0 km

Heute Morgen wieder um 06.30 Uhr aufgestanden. Meines Erachtens sollten Pilger die über 120 kg wiegen draußen schlafen. Mann war das ein Geschnarche. Naja dafür gab es in der Herberge ein kostenloses Frühstück.
Das Wetter ist mal wieder super. Kurz hinter Estella traf ich auf die Bodegas Irache. Leider gab es zu der frühen Stunde noch keinen Rotwein.
So nach und nach habe ich alles Warme ausgezogen und an den Rucksack gehängt. An einem großen Heuhaufen haben sich zwei Franzosen zur Pause niedergelassen. Ich gesellte mich zu Ihnen und wir teilten uns das Essen. Nach und nach kamen weitere Pilger hinzu.
In Los Arcos habe ich mich auf den Marktplatz gesetzt und ein paar Tapas gegessen. Das Bier schmeckte auch sehr gut. Auf der Kirchturmspitze brüteten Störche. Bei weiterem schönen Wetter, wo  ich mir meine Nasenspitze und beide Ohren etwas verbrutzelt habe, ging es weiter bis Torres del Rio, wo ich in der Herberge Casa Marie unterkam.
Unterwegs waren noch sehr viele Steinmänchen aufgebaut
Gut makierte Abzweigung

6. Tag

06.04.10

Torres del Rio - Logrono

20,5 km

Nach der gut verbrachten Nacht um 6.00 Uhr bin ich aufgestanden und nach einem kleinen Frühstück über Viana nach Logrono gepilgert. Vom Wetter her war es toll zu pilgern Die Sonne schien und ich hatte Rückenwind. In Viana habe ich kurz was gegessen und einen Toilettengang durchgeführt. Kurz vor Logrono holte ich mir bei Dona Maria einen Stempel für meinen Pilgerpass. Bei Ihr  kaufte ich auch mein erstes Tau Kreuz.

War schon um 13.00 Uhr in Logrono. Habe meinen Rucksack in der Gemeindeherberge abgegeben und bin dann durch die Stadt gegangen. Vor dem Pilgermenü habe ich noch die Kathedrale Santa Maria inklusive Gottesdienst besucht.

Mein Weg, einmal über Felder und dann wieder durch den Wald oder durch die Stadt

7. Tag

07.04.10

Logrono - Najera

30,7 km

Heute Morgen sind wir bei leichtem Sprühregen losmarschiert

An einem Naherholungsgebiet lag ein großer See, später ging es über eine kleine Brücke weiter

Und viel später an der viel befahrenen N 120 vorbei.

Am Zaun haben Pilger viele Holzkreuze angebracht.

Habe mal die Gamaschen ausprobiert. Die haben die Waden schön warm gehalten. Sind ab heute in der spanischen Provinz La Rioja. Die Gegend ist sehr bekannt wegen ihres Weinanbaues.

Habe in Navarette ein Frühstück zu mir genommen. Meine beiden Mitpilger wollten heute nicht so weit laufen. Also bin ich weiter gepilgert bis nach Najera
In Navarette an den Ruinen des Pilgerhospitals San Juan de Arce vorbeigekommen
Dort kam ich in der Gemeindeherberge unter. Ich glaube da hab ich meinen Jack Wolfskin Hut vergessen. Na ja hab ja noch mein Kopftuch
Das Pilgermenü nahm ich zusammen mit anderen Pilgern in einer Gaststätte ein. Es waren fast alle Nationalitäten vertreten. Franzosen, Engländer, Dänen, Holländer, Spanier und Deutsche

8. Tag

08.04.10

Najera-Granon

28,0km

Hatte gestern Abend einem Mitpilger aus Birkenheide meine Bauernfeind Kniebinde geliehen, damit er seine Pilgerreise weiter fortführen konnte.

Bin heute nach einer angenehmen Nacht wieder im Dunkeln losgelaufen. Das Wetter war mir wieder hold, sodass ich mich wieder Entblättern konnte. In Azofra nahm ich mein erstes Frühstück ein. Allmählich kommt mir der Camino vor wie bei einer Schnitzeljagd. Du musst immer schauen wo ist eine Muschel oder ein gelber Pfeil ist. Dann  bist du richtig. Auch wenn du deinen Schatten nicht vor dir hast, bist du auf dem richtigen Weg.

In Santa Domingo de la Calcada besuchte ich die Kathedrale, in der zwei weiße Hühner wohnen.

Und dies beruht auf folgender Legende:

Ein Ehepaar war mit seinem Sohn auf Pilgerfahrt nach Santiago und übernachtete in einem Wirtshaus in Santo Domingo. Die Wirtstochter verliebte sich in den Sohn, aber der wollte nichts von ihr wissen und zog am nächsten Tag mit seinen Eltern weiter. Das beleidigte Mädchen hatte aber einen silbernen Becher in das Gepäck des Jungen gesteckt und zeigte ihn des Diebstahls an. Der Becher wurde entdeckt und der Junge zum Tod durch Erhängen verurteilt. Als die Eltern nach Vollstreckung der Todesstrafe noch einmal zu dem Baum gingen , an dem ihr Sohn hing, stellten sie überrascht fest, dass ihr Junge lebend am Galgen hing, denn Santo Domingo stützte ihn an den Beinen. Das Ehepaar begab sich also zu dem Richter, um ihm von dem Wunder zu berichten, das ja die Unschuld ihres Sohnes bewies. Der saß gerade am Mittagstisch und sagte, dass der Junge so lebendig sei wie die zwei Hühnchen, die er gerade verspeisen wollte. Daraufhin flogen die beiden Tiere davon.

Seitdem werden in der Kathedrale von Santa Domingo in einem Käfig ein weißer Hahn und eine weiße Henne gehalten, die wöchentlich ausgewechselt werden.

Von dort aus ging es weiter nach Granon wo ich in der Herberge San Juan Bautista übernachtete. Über den Aufgang zum Kirchturm kommt man in die wunderschöne Herberge. Das Abendbrot wurde hier gemeinsam zubereitet. Es gab eine Reissuppe mit Gemüse, einen großen italienischen Salat und einen Obstsalat als Nachtisch.

9. Tag

09.04.10

Granon – Villafranca Montes de Orca

27,0 km

 

Heute Morgen bei Sonnenschein gegen 07.30 Uhr aufgebrochen. Es ging fast immer neben der Landstraße her ,neben mir sehr viele LKWs. In Belorado habe ich eine längere Pause gemacht, weil ich dort einen PC gefunden habe wo ich  die bis jetzt gemachten Bilder in meinen Block hochladen konnte. Mein rechter dicker Zeh meinte heute mal ,sich beschweren zu müssen, ich ignorierte ihn aber tapfer. In Espinosa del Camino wollte ich eigentlich bei Pepe  übernachten, aber da war zu. Also ging’s weiter bis nach Villafranca. Nach dem Duschen und Wäschewaschen ging’s erst mal in eine Bar an der Hauptstraße zum Essen. Dort fand ich Schweinefüsschen. Die waren so lecker, so das ich mir noch eine Portion bestellt. Über die Straße zu kommen war nicht so einfach, so ohne Zebrastreifen und den vielen LKWs habe ich es aber dann doch geschafft. In der städtischen Herberge, als ich so im Hof in der Sonne saß, kam eine kleine Echse angelaufen und machte es sich neben meinem Fuß bequem.
Heute überquerte ich auch die autonome Region Castilla y Leon

 

 

Obwohl ich heute wieder alleine gelaufen bin, treffe ich in der Herberge immer die gleichen Pilger. 3 Koreaner, 5 Deutsche, 2 Spanier.

10.Tag

10.04.10

Villafranca Montes de Orca - Burgos

38,0 km

Denkmal für die im Bürgerkrieg 1936 erschossenen Republikaner Heute Morgen sehr früh losgegangen und auf der Höhe den Sonnenaufgang genossen. An einem Denkmal eine hungrige schnurrende Katze mit einem Müsliriegel gefüttert
 

.

Unmittelbar nach dem Denkmal ging es in ein Tal hinunter und dann direkt wieder hoch

I

In Atapuerca, welches auch auf meinem Weg lag gibt es eine archäologische Berühmtheit. Dieser  Ort ist weltberühmt als Heimat der Europäer, den in Höhlen dieser Hügellandschaft südlich des Dorfes wurden 80000 Jahre alte menschliche Überreste gefunden.

n San Juan de Ortega eine Frühstückspause gemacht und danach weitergelaufen bis Burgos.
Bin leider die 10 km durch das vor Burgos liegende Industriegebiet gelaufen.  Ich glaube beim nächsten Mal nehme ich entweder für diese Strecke den Bus oder laufe dann die alternative Route über Castanares.
Jakobus der Maurentöter
Nach dem obligatorischen Duschen etwas durch die Stadt gegangen und die Kathedrale besucht. Der Eintritt kostete mit Credencial nur 2,50 Euro
Ein Spaziergang durch die Stadt
In der Stadt angekommen folgte ich den gelben Pfeilen und suchte eigentlich die Gemeindeherberge. Kurz vor der Kathedrale sah ich ein kleines Schild welches mich nach links zur Herberge Santiago y Sta Catalina führte. Sie hat nur 18 Plätze und abends spielte der Hospitalero noch Gitarre.
Zusammen mit meinem eisernen Pilgerbruder

11.Tag

11.04.10

Burgos - Hontanas

31,0 km

Bei Burgos beginnen die Tierra de Campos die scheinbar, unendlichen Getreidefelder der Meseta, der zentralspanischen Hochebene. Ich hab zuerst noch am Ortsausgang von Burgos gefrühstückt. Heute bin ich mal mit meinen Teva Trekkingsandalen losgegangen
Ein Wegweiser

Auf diesen und anderen Wegen ging es bis Leon 

In Hornillos del Camino meine erste Pause mit Calamares gemacht. Bin dann schon um 14.30 Uhr in Hontanas angekommen.

12.Tag

12.04.10

Hontanas-Boadilla del Camino

26,0 km

Die letzte Nacht mal wieder ganz toll geschlafen auch wohl deswegen, weil der Rotwein so gut schmeckte. Nach einem kleinen Frühstück erst mal bis Castrojeriz gepilgert und dort einen Kaffee getrunken.
Unterwegs kam ich am Kloster San Anton vorbei, welches sich zur Aufgabe gemacht hatte Pilger zu helfen, welche an Lepra erkrankt waren. Die Mönche des Antonius Ordens trugen das Tau Kreuz als Erkennungszeichen und gaben es den Pilgern mit auf das Es sie vor Unheil und Krankheit bewahre. So wurde es zum Cruz del Peregrino.
Hier sieht man schon wo es in zwei Kilometern weitergeht

Ein kleiner Imbissstand alldieweil weit und breit keine Bar zu sehen ist Na das macht Spaß, diese Eintönigkeit der Meseta.
Dank des heute starken Rückenwindes kam ich schneller voran als gedacht. In der Herberge En el Camino angekommen gab es zuerst mal was zu essen. Sehr schön geführte Herberge mit einem großen Kaminzimmer und einen Pool im Außenbereich  sowie einer ausgezeichneten Küche
Hier ein paar sehr schöne Eindrücke dieser Herberge.
Die Betten sind ganz toll angeordnet
Na kennt ihr den entspannten Pilger

 

13.Tag

13.04.10

Boadilla del Camino-Carrion de los Condes

26,3 km

Heute ging es über Fromista nach Carion. Es ging an einem langen Kanal entlang. Dieser dient heute zum Bewässern der Getreidefelder in der Meseta.

Sonnenaufgang in der Meseta

Brücke über dem Kanal von Kastilien

Weiter geht es dann über die sogenannte Pilgerautobahn nach Carrion. Dies ist ein speziell für Pilger angelegter Weg, weil es neben der Straße früher zu vielen schweren Unfällen gekommen ist.

Schild an der Pilgerautobahn In Carrion übernachtete ich in der Klosterherberge Espiritu Santo. Die Nacht war dank der nicht anwesenden Schnarcher sehr angenehm.
Der Fuß eines euch bekannten Pilgers Und das ist er. Hat die Augen zu und freut sich das er gleich etwas liegen darf

14.Tag

14.04.10

Carrion de los Condes-Terradillos de los Templarios

26,3 km

Heute war Meseta pur angesagt, aber es ging erst mal sehr neblig los Das war eine der wenigen Baumreihen in der Meseta
Die Meseta gehört zu dem härtesten und vielleicht auch spirituell aufregendste Stück des Weges. Sie ist absolut eben, einsam und schattenlos und ist eine echte Herausforderung für Körper, Geist und Seele

 Nach 18 km gab es das erste Frühstück in Calzadilla. Der Wetterbericht hatte für heute Regen vorausgesagt, aber es war Gottseidank nur windig und es blieb trocken.

In der Herberge Jacques de Molay fanden wir für die Nacht wieder ein normales Bett.

Dieser Jacques de Molay war der letzte Großmeister der Tempelritter und wurde 1314 auf dem Scheiterhaufen verbrannt.

Katze des Besitzers Meine Pilgerschwestern und Pilgerbruder

15.Tag

15.04.10

Terradillos de los Templarios-Bercianos del Real

23,0km

 

Der Morgen begann mit Regen und endete mit Sonnenschein. Der Poncho war bis zur Mittagszeit mein ständiger Begleiter. Die nassen Hosenbeine meiner Fjäll Raven Hose trockneten sehr schnell. Es ging fast nur über Feldwege. Es waren auch wieder Baumgruppen zu erkennen. Heute übernachteten wir drei ,Udo Nicole und ich, in einem Hostal.  Jeder hatte sein eigenes Handtuch und Bett. Zum Abendessen gab es heute Ochsenschwanz mit Pommes.

Immer geradeaus der Strasse entlang Meine Schuhe

 

16Tag

16.04.10

Bercianos del Real Camino – Mansilla de las Mulas

27,0 km

Bin heute bei trockenem Wetter losgegangen und gegen  Mittag wieder den Poncho ausprobiert. Es regnete mal wieder. Unterwegs viele Störche getroffen. Jetzt weiß ich auch, warum sie Klapperstörche heißen.
Endlose Weiten Ein entspannter Pilger

In einer kleinen Bar, wo auch die Toilette noch draußen ist. Die Bar war nach der alten Lehmbauweise gebaut. An den Wänden haben sich seit Jahren sehr viele Gäste verewigt.

In der Herberge habe ich festgestellt, dass sich an den Fersen  zwei neue Blasen gebildet haben. Haben in der Gemeindeherberge geschlafen. Die Herbergsmutter hat meine Blasen an den Fersen etwas weiter aufgeschnitten.
Scheint wohl das bisherige Resümee meines Weges zu sein.

 

17.Tag

17.04.10

Mansilla de las Mulas – Virgen del Camino

26,0 km

Der Wettergott war mir heute wieder hold. Es blieb trocken. Nur meine Füße taten mir heute besonders weh. Ich wechselte um auf Trekkingsandalen. Danach ging es gut.
Storchennester Storch auf der Wiese

Kathedrale von Leon

 

18.Tag

18.04.10

Virgen del Camino - Hospital de Orbigo

25,0 km

Mal wieder bei Regen losgelaufen. Wollten zuerst den schöneren alternativen Weg gehen, der war aber durch den Regen total aufgeweicht und unpassierbar. Da sind wir halt den Weg entlang der Landstraße gegangen. Zwischendurch immer wieder  mal den Poncho an und ausgezogen
Sehr alte Brücke

Sehr schöne und gemütliche Innenausstattung in unserer Herberge

Einer mit der andere ohne Socke Ein spanischer Pilger malt 

 

19.Tag

19.04.10

Hospital de Orbigo – Santa Catalina de Somoza

25,0 km

Kein Regen, Sonnenschein, so begann der Tag. Hier einmal wieder ein sehr schöner Sonnenaufgang.
Nach kurzer Zeit kam ich an diesem Wegkreuz vorbei von Santo Toribio vorbei Wieder einmal die endlose Weite der Landschaft
Hier gabs einen Stempel in Herzform
Bischofspalast von Antonio Gaudi

Als wir durch Astorga kamen, ließen wir in der  Herberge unsere Credencials stempeln und holten uns eine Verlängerung, damit wir uns noch weitere Stempel  können.

Dort war auch ein Internetkamera installiert von der dieses Bild kommt

 

20.Tag

20.04.10

Santa Catalina de Somoza – Riego de Ambros

31,0 km

Habe heute erst in Foncebadon gefrühstückt. Früher gab es hier nur noch verlassene Hütten und verwilderte Hunde. Heute eine sehr schöne Herberge, wo ich gefrühstückt habe.
Danach ging es zum Aufstieg zum Cruz de Ferro. Es war ein sehr bewegender Moment für mich, als ich es in der Ferne sah. Ich wusste genau, dass ich dort einen Teil meiner Sorgen und Nöte abladen konnte.
Cruz de Ferro 

Ein sehr bewegender Moment hier vor zu stehen

Ein Engel von meinem Patenkind Ein Stein von Wolfgang und Liane
Eine Muschel von meiner Mutter Mein Stein
Danach ging es langsam wieder bergab. Ich folgte der Straße. Kurz vor Manjarin versuchte ein Bauer seine Kühe von einer Weide zur anderen Weide zu führen In Manjarin steht nur noch ein Haus, welches als Herberge dient. 

Ein Schild steht vor dem Haus mit verschiedenen Kilometerangaben

Eine ganz tolle Aussicht hat man von hier oben. Eine ganz tolle Aussicht hat man von hier oben

Ach ja, Habe festgestellt das Pilgern nichts mit Urlaub oder wandern zu tun hat. Es ist was ganz Besonderes.

Am Ortsausgang  von El Acebo erinnert dieses Denkmal an den Tod des deutschen

Fahrradpilgers Heinrich Krause, der 1987 bei einem Unfall auf der

steilen Straße ums Leben kam.

 

21.Tag

21.04.10

Riego de Ambros - Cacabelos

28,0 km

Der Weg ist das Ziel und das Ziel endet heute in Cacabelos. Zuerst ging es den ganzen Berg runter bis Ponferrada. Leider regnete es ein bisschen und ich durfte wieder den Poncho anziehen. 
In Ponferrada gegenüber der Templerburg, konnte ich mein erstes Frühstück zu mir nehmen. Manchmal ging’s immer neben der Straße lang.
Heute haben wir wieder in einem Hostal übernachtet, da die einzige Herberge erst am 01.05. aufmacht

 

22.Tag

22.04.10

Cacabelos - Ruitilan

26,0 km

 

Eigentlich eine schöne Strecke wegen der sehr schönen Berg und Talkulisse, wenn es nicht immer nur der Straße her ging

In Villafranca del Bierzo wird "die  kleine Compostella"

genannt, da man hier früher einem Ablass von Sündenstrafe erhalten konnte, wenn man wegen Krankheit die Pilgerschaft nach Santiago nicht abschließen konnte und abbrechen musste. Dort habe ich auch gefrühstückt. Von hier aus kann man auch den Camino duro – den harten Weg gehen – ich aber nicht.

Wir sind in der Herberge Pequeno Potala untergekommen und haben ein acht Bettzimmer belegt. Heute Abend kocht der Herbergsvater persönlich. Es gab eine Suppe, Salat, Nudeln sowie wie immer Rotwein und Brot. Auch meine Wäsche wurde heute fast komplett gewaschen und getrocknet.

 

Unser singender Koch

23.Tag

23.04.10

Ruitilan - Tricastella

31,0 km

Heute Morgen wurden wir durch Wagner Musik geweckt. Nach einem sehr gehaltvollen Frühstück in unserer Herberge wurde wieder gepilgert. Und wie es bei mir leider ist, nach ca. 5 Kilometern musste ich die spanische Erde mal wieder düngen. Hatte ja genug Toilettenpapier dabei. Der weitere Aufstieg zum O Cebreiro war zwar anstrengend aber sehr schön.

Heute überquerte ich auch die Grenze nach Galizien.

Grenzstein von Galizien Und ein Kilometerstein 151,5
Wieder eine sehr schöne Aussicht  und Weg
Auf dem Weg zum O Cebreiro Angekommen
Das Dorf O Cebreiro

O Cebreiro sieht aus wie ein Museumsdorf, mit vielen strohgedeckten Rundhäusern, Palloza genannt. Diese gehen auf die keltische Bautradition zurück mit mehr als 2.500 jähriger Geschichte

Das war bis Santiago der letzte hohe Berg.  Sehr eindrucksvoll Wasser kommt aus dieser Wand
Die Kühe wollen auf die Weide
Uralte Kastanie bei Ramil

 

24.Tag

24.04.10

Tricastella - Sarria

19,0 km

Wir sind heute Morgen um 06.30 Uhr losgegangen. Dieser Teil des Weges kommt mir so vor wie ein großer Kuhfladen, auch wegen des Geruchs
An diesem Muschelbrunnen konnte man sich waschen.
Typisch für Galicien sind die sogenannten Hohlwege
Wir zwei waren immer zusammen: mein Schatten und ich Manchmal wurde der Weg auch mit einem Bach geteilt.
Schon um 12.00 Uhr kamen wir in Sarria an. Wir nahmen die Herberge Don Alvaro. Sie hatte schöne Zimmer, ich konnte dort meine Boardingkarten ausdrucken, und da die Sonne schien und es warm war, haben wir uns auf der Terrasse in die Sonne gelegt. Abends sind wir dann in die Stadt auf die Bank und etwas einkaufen gegangen

 

25.Tag

25.04.10

Sarria - Portemarin

23,0 km

Wie bei einer Nachtwanderung heute Morgen  durch den dunklen Wald gegangen und sich auf den Weg konzentriert

Kilometerstein 100

Das macht mir jetzt deutlich das Ich schon über 600 km gelaufen bin und nur noch 100 vor mir habe. 

Der Weg also das Ziel ist endlich

so wie das Leben.

Erschreckend

 

Interessant wurde der Weg, als er zu einem Bach wurde und ich nur über ein paar höhere Steine weiterkam Und wieder gehts auf die Weide
Um nach Portemarin zu kommen ging’s erst mal über eine lange Brücke, die über einen Stausee führte. 
Das alte Dorf liegt im Stausee drin, das neue stammt aus den 60 iger Jahren. Unserer Herberge angeschlossen ist ein Restaurant. Im O`Mirador bekamen wir eine Dreibettzelle mit eigener Nasszelle

26.Tag

26.04.10

Portemarin – Palas de Rei

27,0 km

Heute versprach es ein sonniger Tag zu werden. Zuerst ging es durch den Nebel bergauf.
Sehr tolle Kulisse
Über dem Nebel Ein uns bekannter Pilger von hinten.
Ein kleines leckeres Frühstück am Morgen und der Weg ist gerettet. Unsere Rucksäcke
In der Herberge Buen Camino angekommen haben wir in der mit angeschlossenen Bar ein super Essen bekommen. Danach haben wir uns noch etwas auf die Terrasse in die Sonne gesetzt 

 

27.Tag

27.04.10

Palas de Rei - Arzua

28,0 km

Das erste Mal, dass ich meinen Rucksack im Hellen zusammenpacken konnte. Sonst immer nur mit Taschenlampe oder im Dunkeln. Eine Engländerin, die auch mit uns geschlafen hat, wollte auch um 06.00 Uhr aufstehen. Also ging’s wieder im Dunkeln los
Der Beginn vom Sonnenaufgang Mal wieder von hinten
In der Herberge angekommen habe ich mal Pulpo probiert. Pulpo war nicht so nach meinem Geschmack Ein Horreo Gallego, ein galicischer Maisspeicher. In Galicien kann man zwei Arten von  Horreos unterscheiden, aus Holz oder Stein. Die Modelle aus Stein sind stabiler als die Hölzernen, wodurch man sie bevorzugt. Sie sind auf kleinen Steinsäulen aufgebaut, um sie vor Bodentieren wie Mäuse und Ratten zu schützen. Auf einer Seite befindet sich eine Tür, die Seitenwände sind so angebracht, dass der Horreo gut belüftet ist.   Die Horreo wurden wohl von den Kelten entwickelt

 

28.Tag

28.04.10

Arzua - Labacolla

29,0 km

Heute ist ein denkwürdiger Tag. Es ist der Letzte vor Tag vor Santiago. Es stehen noch 11 km vor uns. Meinen Weg säumten heute viele Eukalyptuswälder
Durch eine Sprengung am Flughafen wurden wir zu einer Zwangspause verpflichtet. War auch gut so ,den danach ging es ca. 1 km stetig steil nach oben am Flughafen vorbei, bis wir in Labacolla  im Hostal übernachteten

Am Bach von Labacolla reinigten sich die mittelalterlichen Pilger. Um nicht stinkend in Santiago einzulaufen.

Im Hostal gab es Fischsuppe und Ochsenschwanz.

 

 

29.Tag

29.04.10

Labacolla - Santiago de Compostella

11,0 km

Zuerst ging es noch am Monte do Gozo  ( Berg der Freude ) vorbei

Danach ging es immer bergab durch die Vorstadt und entdeckten erstmals das Ortseingangsschild. Kurze Zeit später erreichten wir unser Hotel und bezogen dort unsere Zimmer. Von da aus ging’s sofort zum Pilgerbüro und empfingen unsere Compostella. Ich bezahlte dort einen Euro für die Papprolle, damit ich diese wieder heil nach Hause bringen kann. Vor der  Kathedrale trafen wir uns wieder und betraten diese um 10.45 Uhr. Wir fanden sofort einen Platz und warteten dort bis um 12.00 Uhr die Messe begann.

Als wir die Kathedrale betraten, sah ich dass das Seil des Botafumeiro (Weihrauchkessel 35 kg schwer) nach unten hing. An ihm war der Weihrauchkessel befestigt. Kurz vor Ende der Messe traten 8 Personen an das Botafumeiro heran und zogen an dem mit Holzkohle und Weihrauch gefüllten riesigen Kessel. Er wurde durch das gesamte Kirchenschiff quer zum Hauptaltar mit hoher Geschwindigkeit geschwenkt. Dabei zog er lange Rauchfahnen hinter sich her, weil auch der Schwenkradius über 20 Meter betrug. In der ganzen Zeit seit es diesen Weihrauchkessel gibt, haben es die Schwenker zweimal geschafft, dass dieser aus dem Kirchenschiff herausflog. In früheren Zeiten wurde der Weihrauchkessel gegen den starken Körpergeruch der Pilger eingesetzt, um diesen zu überdecken, damit die Pilger es in der Kathedrale aushalten konnten.

 

 

Mein Weg mein Ziel ist erreicht.

Der Weg ist zu Ende

 

30.Tag

30.04.10

Santiago de Compostella

0.0 km

Heute ist mein erster Ruhetag. Wir sind durch die Stadt spaziert waren einkaufen, haben nachmittags etwas geschlafen. Abends haben wir uns zum Abendessen getroffen. Es gab heute Meeresfrüchte

 

31.Tag

01.05.10

Santiago de Compostella - Neigreira

22,0 km

Udo und ich haben uns heute Morgen um 07.00 Uhr vor dem Hotel Parador getroffen und sind gemütlich losgegangen
Einer der schönsten Orte auf dem Weg Ponte Maceira
Sehr schöne Herberge
Ein sehr schöner großer Kuhfladen

 

32.Tag 02.05.10 Negreira-Olveiroa 33,0 km
Haben nicht gedacht, dass die Herbergen so schnell voll waren. Wenn man nicht rechtzeitig losgeht, kann es sein, das man auf dem Boden schlafen muss.
Ich muss sagen eine einfach tolle Landschaft

33.Tag 03.05.10 Olveiroa – Finisterre 32,0 km
Endlich sehen wir das Meer. Udo und ich sind glücklich. Thorsten hat uns unterwegs noch überholt. In einer Bar am Meer trinken wir zusammen ein Bier und treten unsere letzten Kilometer nach Fisterra an

Unser erster Blick aufs Meer. 

Danach ging es immer stetig manchmal auch steil bergab, bis wir in Cee angekommen waren.

Nachdem wir in Fisterra angekommen waren, haben wir uns zuerst die Compostella in der Herberge geholt und danach ein Zimmer im Hostal bezogen. Am Nachmittag sind wir zum Meer gelaufen um dort zu schwimmen. Nach einem mittelalterlichem Brauch – Bad im Meer – Verbrennen der Kleidung – Betrachten des Sonnenunterganges – verspricht das Ritual am nächsten Morgen als neuer Mensch wiedergeboren zu werden. Schöne kleine einsame Buchten säumten unseren Weg

Denkmal auf  dem Weg zum Cap Fisterra Am Kilometerstein 0
Mit Udo zusammen Am Kap Finisterra
Verbrennen der Socken An den Klippen
Sonnenuntergang am Kap
 Und hier ein sichtlich zufriedener Pilger.

 

34.Tag 04.05.10 Finsterra– Muxia 31,0 km
Sind heute um 08.00 Uhr ohne Rucksack losgegangen. Teilweise haben wir keine Markierungen am Weg gesehen, sind aber trotzdem angekommen. Wir haben den Weg durch den Bach genommen und haben es nicht bereut. Es war grandios
Kilometerstein nach Muxia Bei dieser Bachüberquerung mußten wir unsere Schuhe ausziehen und bis zu den Knien durch den Bach waten

 

35.Tag 05.05.10 Muxia – Santiago – Flughafen Hahn

Um 08.10 kam der Bus nach Santiago. Udo kam auch noch um mich zu verabschieden. Es ging fast immer an der Küste entlang. Habe dort sehr schöne Strände gesehen. In Santiago am Termibus angekommen, habe ich mir ein Taxi genommen und bin wieder zu meinem Hostal in der Nähe der Kathedrale gefahren. Habe dort mein Zimmer bezogen, etwas gefrühstückt und bin dann shoppen gegangen. Beim Asia Express habe ich nachmittags etwas gegessen.

Für den Nächsten Morgen habe ich mir ein Taxi für den Flughafen bestellt. Bin dann um 08.40 in den Flieger eingestiegen. War einer von Raynair. Wird wohl das erste und letzte Mal gewesen sein mit denen zu fliegen. Am Flughafen Hahn angekommen war erst mal warten angesagt auf den Bus nach Koblenz. Es regnete am Flughafen. Ich wollte wieder zurück. In Koblenz angekommen wartete meine Mutter schon auf mich und fuhr mich nach Hause.